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Schauraum | Albert Birkle

Albert Birkle,

1900 Berlin/Charlottenburg - 1986 Salzburg

Salzburger Berge im Winter
Öl auf Karton
70,5 x 103 cm
links unten signiert: "A. Birkle"

Literatur: zum Vergleich: N. Schaffer, Albert Birkle, Salzburg 2001, Kat. Nr. 42 (Abb. 47) und Kat. Nr. 48 (Abb. 48); Ausstellungskatalog Giese & Schweiger, Der Blick dahinter, Wien 2012, Kat.Nr. 34


Lebenslauf

Nach der Lehre als Dekorationsmaler studierte Albert Birkle von 1919 bis 1926 an der Berliner Akademie bei Arthur Kampf und Ferdinand Spiegel. Die Berliner Secession und der Verein Berliner Künstler - Birkle war beiden Organisationen 1921 beigetreten - boten ihm ein ständiges Ausstellungsforum. Außerdem beteiligte er sich an zahlreichen Kollektivausstellungen in Deutschland und im Ausland. Die Großstadt und ihre Menschen, gehetzt und ausgestoßen, war in diesen Jahren Birkles bevorzugtes Bildthema. Ausgedehnte Reisen führten ihn nach Italien, Frankreich, Dänemark, Norwegen, nach Österreich und in die Schweiz. 1927 folgte er einer Einladung nach Oberschlesien. Dort malte er bewegte Straßenbilder, Fabriksansichten aber auch ruhige, stimmungsvolle Landschaftsdarstellungen. 1933 übersiedelte der Künstler nach Salzburg. Ab Mitte der 30er Jahre war die Glasmalerei für ihn entscheidendes Ausdrucksmittel. Es entstanden zahlreiche Glasfensterentwürfe für Kirchen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA. Während des nationalsozialistischen Regimes galt Birkle als 'entartet'. 1947 erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft. Die Ölbilder des Künstlers zeigen eine magisch-entrückte, oft melancholische, bisweilen der Realität enthobene Welt. Birkle war auch Graphiker. Seine dynamischen Zeichnungen ziehen sich durch alle Schaffensperioden.