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Schauraum | Alfons Walde

Alfons Walde,

1891 Oberndorf - 1958 Kitzbühel

"Einsamer Berghof", 1935
Öl auf Karton
42 x 66,8 cm
rechts unten signiert: "Alfons Walde" rückseitig auf Künstleretikett "ALFONS WALDE, Kitzbühel, Tirol, Austria" handschriftlich betitelt: "Einsamer Berghof" sowie datiert: "1935"

Literatur: Walde-Archiv Nr. D-LA-479

Provenienz: Auktionshaus Hassfurther, Wien (1997); Privatbesitz, Steiermark



Lebenslauf

Waldes Interesse an künstlerischer Gestaltung erwachte sehr früh, bereits während seiner Schulzeit in Innsbruck. 1910 übersiedelte er nach Wien und studierte an der Technischen Hochschule Architektur. Er fand Zugang zu Künstlern der Wiener Secession, mit Egon Schiele war er befreundet. Für sein frühes Werk wurde dann auch die Kunst der Wiener Avantgarde wichtig, formal und inhaltlich. Erstmals stellte er 1911 in Innsbruck aus, 1913 folgte seine erste Ausstellung in der Wiener Secession. Nach dem Krieg kehrte er nach Kitzbühel zurück, Walde hielt jedoch den Kontakt mit Wien durch regelmäßige Ausstellungen und Wettbewerbe. Als Maler war er außerordentlich erfolgreich, gründete einen Postkartenverlag, der seine Bilder in Riesenauflagen reproduzierte. In der Mitte der 30er Jahre kam es zu einer Reihe von Fälschungs-Prozessen. Ausgehend vom Wiener Dekorativismus gelangte Walde immer mehr zu einem eigenen, unverwechselbaren Stil. Generalthema blieb der Mensch und seine Behausung in der Hochgebirgslandschaft. Alles Kleinteilige, in den frühen Arbeiten noch präsent, wurde zugunsten bildfüllender Monumentalität aufgegeben. Mit seinen Weite, Ruhe und Ursprünglichkeit vermittelnden Arbeiten reihte sich der Künstler in die Gruppe der 'Magischen Realisten'. Einen gänzlich anderen, weniger bekannten Walde zeigen seine mondänen Akte. Nach 1945 arbeitete er an Architekturprojekten und malte weiter kleine Winter- und Sportmotive. 1956 wurde er mit dem Titel Professor geehrt.