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Schauraum | Tina Blau

Tina Blau,

1845 Wien - 1916 Wien

"Apriltag im Prater"
Öl auf Leinwand
31,5 x 50 cm
links unten signiert, bezeichnet und datiert: "T. Blau Prater 1881"

Literatur: Belvedere WVZ Tina Blau Nr. GE 366

Provenienz: Von den Großeltern des Vorbesitzers 1890 in Wien erworben; ab 1940 Privatbesitz, U.S.A. (Eltern des Vorbesitzers); 1973 - 2016 Privatbesitz, Toronto / Kanada



Lebenslauf

Tina Blau, der als Frau die Aufnahme an die Akademie verwehrt blieb, begann unter der Führung von August Schaeffer als Landschafterin zu arbeiten. 1867 stellte sie erstmals im Kunstverein aus, bei der Eröffnungsausstellung des Wiener Künstlerhauses war sie mit einer Arbeit vertreten. Die Glaspalastaustellung in München 1869, die Hauptwerke der Maler von Barbizon präsentierte, beeindruckte die Künstlerin nachhaltig. Fünf Jahre blieb sie in München. Bei einem Aufenthalt in Wien lernte sie eine Gruppe junger Maler kennen, allesamt Schüler Albert Zimmermanns, darunter auch Emil Jakob Schindler. Eine mehrjährige intensive Freundschaft war die Folge. 1873 hielt sie sich erstmals in Szolnok auf. Einige Bilder dieser Zeit erinnern im malerischen Zugang an Pettenkofen, den 'Entdecker' Szolnoks. 1874 kehrte sie nach Wien zurück, es kam zu einer Ateliergemeinschaft mit Schindler und zu einer Reihe von gemeinsamen Reisen, so 1875 nach Holland. 1879, die Heirat Schindlers bildete die Zäsur, begann für sie ein neuer Lebensabschnitt. Sie mietete ein Atelier im Prater. 1883 heiratete sie den Münchner Tiermaler Heinrich Lang, blieb das darauffolgende Dezennium in München, arbeitete jedoch jeden Sommer in Wien. Ihren Erfolg dokumentierten Ehrungen, Ausstellungen und die Berufung als Lehrerin an die Schule des Künstlerinnenvereins. In den 90er Jahren malte sie in Wien, Dürnstein, Tirol und in der Steiermark, sie reiste in die Schweiz, nach Holland und Italien. Tina Blau wollte Wirklichkeit vermitteln. Es ging ihr um die Wiedergabe dessen, was sie sah, weniger um Stimmung, Empfindung. In den späten 70er Jahren hellte sich die Palette auf, reine Farbe kam verstärkt zum Einsatz. Tina Blau schuf mit ihren Bildern eine neue Form des Sehens, eine "Natur neben der Natur."



Blick auf Heiligenstadt
Öl auf Holz
41,5 x 58,1 cm
rechts unten signiert: "T. Blau"

Literatur: Pauline Wolf, Verzeichnis der Photographien nach Bildern und Studien von Tina Blau, April 1910 bis November 1916, Liste Wien Nr. 30; Kunst ins Volk, 1952 7/8, S. 224 (Abb.); A. Roser-De Palma, Die Landschaftsmalerin Tina Blau, phil Diss. Wien 1971, Nr. 116, Abb. 106; Tina Blau. Eine Wiener Malerin, Katalog der 67. Wechselausstellung der Österr. Galerie Belvedere, Wien 1971, Nr.49; Ausst.-Kat.Giese & Schweiger, Gemälde Österreichischer Meister, Wien 2001, Nr.13; Ausst.-Kat. Giese & Schweiger, Jahreskatalog 15/16, Wien 2015; Kat. Nr. 11; Belvedere WVZ Tina Blau Nr. GE 589

Ausstellungen: Belvedere, Wien 1971

Provenienz: Privatbesitz, Wien (1971); Privatbesitz, Salzburg; Kunsthandel Giese & Schweiger, Wien (2001); Privatbesitz, Wien





Sägewerk in Taufers
Öl auf Holz
39,7 x 50,8 cm
rechts unten signiert und datiert: "Tina Blau 1900"

Literatur: In der handschriftlichen Werkliste von Tina Blau ist unter Nr. 183 (1901) sowie Nr. 216 (1903) jeweils ein Bild mit dem Titel „Sägemühle im Taufererthale“ angeführt (Auskunft Dr. Markus Fellinger / Belvedere Wien). Wird in das im Belvedere in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis Tina Blau von Dr. Markus Fellinger und Mag. Claus Jesina aufgenommen.

Ausstellungen: Kollektivausstellung Galerie Pisko 1903 (Kat. Nr. 28); Münchner Kunstverein 1903 (dort verkauft)

Provenienz: Kunsthandel Giese & Schweiger, Wien (1990); Privatbesitz, Österreich