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Schauraum | Franz Steinfeld

Franz Steinfeld,

1787 Wien - 1868 Pisek/Böhmen

Blick über den Traunsee nach Süden
Öl auf Papier auf Leinwand
28,4 x 36 cm
links unten signiert und datiert: "Steinfeld 1861"

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Lebenslauf

Als Sohn eines Bildhauers absolvierte Franz Steinfeld zunächst eine Lehre bei seinem Vater bevor er 1802 an der Akademie bei Lorenz Janscha inskribierte. Auf zahlreichen Reisen, nach Süddeutschland, Italien, Frankreich, Belgien, in die Schweiz und nach Holland - vor allem die Kunst Ruysdaels beeindruckte ihn dort stark -, bildete er sich weiter. 1823 wurde er Mitglied der Wiener Akademie, 1837 Korrektor, 1845 akademischer Rat und wenig später Professor. 1850 übernahm er die Leitung der Schule für Landschaftsmalerei an der Akademie. In Erzherzog Anton von Österreich fand er einen großen Mäzen, er ernannte Steinfeld zu seinem 'Kammermaler'. Viele bedeutende österreichischer Landschafter gingen aus der Klasse Steinfelds hervor, darunter Carl Vöscher, Ludwig Halauska, Josef Holzer, Eduard von Lichtenfels und August von Schaeffer, als Lehrer war er bewundertes Vorbild. Hauptthema der österreichischen Malerei des Biedermeiers war die Auseinandersetzunug mit der Natur und Franz Steinfeld war einer der ersten der 'hinausging und die Welt, so wie sie ist, heim ins Atelier holt.' Das Ergebnis intensiver Naturstudien waren exakte, zeitlich und atmosphärisch genau bestimmbare Landschaftsaufnahmen. Waren die frühen Arbeiten Steinfelds noch von einem Ehrfurcht und Scheu vermittelnden Naturverständnis bestimmt, das die Größe der Schöpfung durch die Betonung des heroischen Elements zum Ausdruck brachte, so wich im Laufe der künstlerischen Entwicklung das Pathos einer zunehmend heiteren, ruhigeren, idyllischeren Stimmung.



Katalog zur Ausstellung Franz Steinfeld
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