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Schauraum | Albert Paris Gütersloh

Albert Paris Gütersloh,

1887 Wien - 1973 Wien

Selbstbildnis
Öl auf Leinwand
50 x 39,5 cm
links oben monogrammiert und datiert: "PG [19]13"

Literatur: Ausst.-Kat.: "Wiener Schule des Phantastischen Realismus", Museum am Ostwall, Dortmund, 1979, Kat.-Nr. 184

Ausstellungen: "Wiener Schule des Phantastischen Realismus", Museum am Ostwall, Dortmund, 1979

Provenienz: Konrad Bayer, Wien (direkt beim Künstler erworben); Traudl Bayer, Wien; Dominik Steiger, Wien; Nachfahren des Vorbesitzers, Wien



Lebenslauf

Als Albert Konrad Kiehtreiber in Wien geboren nahm Gütersloh zunächst, von 1904 bis 1906, Schauspielunterricht und trat unter dem Namen Albert Matthäus in österreichischen Theatern und später in Berlin im Deutschen Theater unter Max Reinhardt auf. Bereits 1907 wandte er sich der Schriftstellerei und der Malerei zu. Erstmals stellte er auf der Internationalen Kunstschau 1909 in Wien aus. In den Jahren 1911 bis 1913 war er Malschüler in Paris bei Maurice Denis. Nach dem Krieg lebte Gütersloh bis 1921 in München, am Schauspielhaus führte er Regie. Von 1929 bis 1938 war er Lehrer an der Wiener Kunstgewerbeschule. Von 1933 bis 1939 und wieder ab 1945 war er Mitglied der Secession. Nach dem Krieg wurde er an die Akademie berufen, deren Rektor er 1953 bis 1954 war. Gütersloh war Gründer und Präsident des Art-Club. Während Güterslohs literarische Arbeiten dem Expressionismus angehörten, stand seine Malerei bald dem Surrealismus nahe. Neben dem Ölbild war für den Künstler vor allem das Aquarell wichtig, in den 20er und 30er Jahren arbeitete er an Entwürfen für Gobelins, überdies auch für Glasfenster und Mosaiken. Gütersloh war Wegbereiter und Mentor der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, auf seine Schüler übte er einen großen Einfluß aus.