Background
 

Schauraum | Theodor von Hörmann

Theodor von Hörmann,

1840 Imst - 1895 Graz

Feldarbeiter
Öl auf Leinwand
29 x 39 cm

Literatur: Das Bild wird von Frau Dr. Marianne Hussl-Hörmann unter der Nummer I.234_E in das Werkverzeichnis der Ölbilder von Theodor von Hörmann aufgenommen.

Provenienz: Privatbesitz



Lebenslauf

Theodor von Hörmann wählte zunächst die Laufbahn eines Berufsoffiziers. Von 1873 bis 1875 besuchte er bereits 33jährig, jedoch autodidaktisch vorbereitet, die Wiener Akademie. Der künstlerische Kontakt zu Emil Jakob Schindler war für ihn in dieser Frühzeit bestimmend. Realistische, in einer tonigen Palette gehaltene Arbeiten waren das Ergebnis. 1884 verabschiedete er sich vom Militär und arbeitete als freischaffender Maler. Studienreisen nach Ungarn bewirkten eine Veränderung seines Malstils - der Pinselduktus wurde freier, die Farben hellen sich auf. Die Werke der Schule von Barbizon und der französischen Impressionisten auf der Wiener Weltausstellung 1873 inspirierten Hörmann, die Jahre von 1886 bis 1890 in Frankreich zu verbringen. Die Arbeit in der freien Natur ließ impressionistische Lichtstimmungen entstehen. Nach Wien zurückgekehrt, machte ihm das seiner Kunst entgegengebrachte Unverständnis schwer zu schaffen. 1892 reiste Hörmann zu Adolf Hölzl nach Dachau, gemeinsam mit ihm und zwei weiteren Künstlern präsentierte er am Ende seines Aufenthaltes zahlreiche Arbeiten im Münchner Kunstverein. Ein Jahr später stellte er erstmals eine größere Anzahl seiner Werke im Wiener Künstlerhaus aus. Gesundheitlich bereits angeschlagen reiste er noch gemeinsam mit Josef Engelhart und Johann Viktor Krämer nach Sizilien. In seinen Arbeiten konstituieren Zeichnung, Licht und Farbe das Gesehene und immer wird Hörmanns Bemühen deutlich, die Wirklichkeit "richtig" wiederzugeben.