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Schauraum | Anton Romako

Anton Romako,

1832 Atzgersdorf - 1889 Wien

Die kleinen Seifenbläser
Öl auf Leinwand
55,5 x 73 cm

Literatur: zum Vergleich: WVZ Nrn. 268, 269, 270 und 440

Provenienz: Privatbesitz, USA



Lebenslauf

Anton Romako besuchte ab 1847 die Wiener Akademie der bildenden Künste. 1848 ging er nach München, wo er bei Wilhelm Kaulbach studierte und erst Ende 1850 wieder nach Wien und an die Akademie zurückkehrte. Carl Rahl war nun sein Lehrer, diesem folgte er auch 1851 an seine Privatschule, auch arbeitete er mit an den Entwürfen für die malerische Ausstattung der Ruhmeshalle im Wiener Arsenal. 1857 übersiedelte er nach Rom, er blieb bis 1876. Während seines Aufenthaltes sandte er regelmäßig Bilder zu Ausstellungen nach Wien. Mit vielen Unterbrechungen - Romako war sehr oft auf Reisen - lebte er bis zu seinem Tode in Wien. Mit seiner Kunst hat Romako neue, überzeugende Lösungen geschaffen, die von seinen Zeitgenossen nicht verstanden wurden. Vielfältig eingesetzte Stilmittel, neuartige Kompositionen, eine psychologisierende Wiedergabe im Porträt dienten ihm der Erforschung der Wirklichkeit. Romakos thematische Vorlieben galten einmal der Genre- und Historienmalerei - sein wohl bedeutendstes Gemälde dieser Art "Tegetthoff in der Seeschlacht bei Lissa" befindet sich in der Österreichischen Galerie -, dann der Landschaftsdarstellung und Motiven allegorischen und mythologischen Inhalts und nicht zuletzt dem Porträt, das in seiner Auffassung große Wirkung auf die Kunst des im frühen 20. Jahrhundert erstarkenden Expressionismus hatte.



Italienischer Hirte vor Wegkapelle
Öl auf Leinwand
59 x 40,7 cm
links unten signiert und bezeichnet: "A. Romako à Roma"

Literatur: F. Novotny, Der Maler Anton Romako. 1832 - 1889, Wien-München 1954, WVZ 111; Cornelia Reiter, Anton Romako 1832-1889 / Pionier und Außenseiter der Malerei des 19. Jahrhunderts / Werkverzeichnis, Wien 2010, WVZ 180; Ausstellungskatalog Giese & Schweiger, Der Blick dahinter, Wien 2012, Kat.Nr. 9

Provenienz: Wien, 278. Kunstauktion bei Wawra (Sammlung des Grafen Somssich; z.T. aus dem ehem. Besitz Erzherzogs Carl), 7.-9. April 1924, Nr. 225, Abb. Tafel XLII; seither Privatbesitz, Österreich