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Schauraum | Leo Putz

Leo Putz,

1869 Meran - 1940 Meran

Am Wasser (Porträt Frieda Blell), 1909
Öl auf Leinwand
53,5 x 73 cm
links unten signiert: "Leo Putz"

Literatur: vgl. WVZ 418 ("Am Wasser", Öl auf Leinwand, 1909) sowie WVZ 443, 447 und 449 (Kompositionsstudien zu einem Porträt Frieda Blell)

Provenienz: Privatbesitz, Ohio / USA



Lebenslauf

Leo Putz studierte von 1886 bis 1889 an der Akademie der bildenden Künste in München bei Robert Poetzelberger und anschließend bei Gabriel von Hackl. 1891 und 1892 reiste er nach Paris, wo er die Académie Julian besuchte. In Dachau, wo sich Adolf Hölzel, der mit Putz befreundet war, aufhielt, entstanden erste Bleistiftskizzen. Die 1892 gegründete Secession bot dem Künstler ein jährliches Ausstellungsforum. 1893 war Putz Schüler des Münchner Genremalers Paul Höcker. Im Jahre 1899 war er Mitbegründer und neben Fritz Erler wichtigstes Mitglied der Münchner Künstlervereinigung 'Scholle'. Zusammen mit seinen Malerkollegen Fritz Erler und Adolf Münzer unterrichtete der Künstler ab 1901 an der Damenakademie in München. In diesem Jahr trat er auch der Wiener Sezession bei und blieb bis 1939 Mitglied. 1909 wurde Putz zum Professor ernannt, eine erste Monographie erschien im selben Jahr. 1913 wurde er auch Mitglied der Neuen Münchner Secession und war Mitarbeiter der 'Jugend'. Von 1928 bis 1933 lebte er in Südamerika, vor allem in Rio de Janeiro, wo er ab 1931 als außerordentlicher Professor an der Akademie tätig war. Putz bediente sich einer neoimpressionistischen Gestaltungsform, wobei auch Tendenzen des Jugendstils eine wichtige Rolle spielen. Ein kraftvoller Duktus, eine gleichmäßige Strukturierung der Oberflächen, die besondere Rolle von Licht und Farbe sind Charakteristika seiner Bilder. Mit seiner Übersiedlung nach Südamerika verändert sich auch sein Stil hin zu einem 'exotischen Expressionismus'. Die Bedeutung Putz'scher Malerei dokumentieren eine Reihe von Einzelausstellungen und zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen. Seine Arbeiten sind in wichtigen privaten wie öffentlichen Sammlungen vertreten.