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Schauraum | Herbert Boeckl

Herbert Boeckl,

1894 Klagenfurt - 1966 Wien

Spanische Landschaft III
Öl auf Leinwand
100 x 90 cm

Literatur: Ausstellungskatalog, Herbert Boeckl, Museum des 20. Jahrhunderts, Wien 1964, Kat. Nr.90; C. Pack, Der Maler Herbert Boeckl, Wien - München 1964, Kat.Nr.212; Ausst. Liste Wien, Akademie, Atelierschau, 1966, Kat. Nr.46; G. Frodl, Herbert Boeckl. Mit einem Werkverzeichnis der Gemälde von L. Boeckl, Salzburg 1976, Kat. Nr.335; Ausst. Kat. Herbert Boeckl. Das Spätwerk. Bilder nach 1945, hrsg. von Otto Breicha, Salzburger Landesmuseum Rupertinum, Graz 1988, S.117; Ausst. Kat. Herbert Boeckl. Ölbilder. Aquarelle, Zeichnungen, Skulptur, Galerie Welz, Salzburg 1998, Abb.8; Ausst. Kat. Herbert Boeckl zum 40. Todestag, Galerie Maier, Innsbuck 2006, S.25 und S.49; Ausst. Kat. Herbert Boeckl / Kurt Absolon, Galerie Maier, Innsbruck 2008; Agnes Husslein-Arco (Hrsg.), Herbert Boeckl, Österreichische Galerie Belvedere, Wien 2009, WVZ 370

Ausstellungen: Herbert Boeckl, Museum des 20. Jahrhunderts, Wien 1964; Akademie, Atelierschau, 1966; Herbert Boeckl, Salzburger Landesmuseum Rupertinum, Graz 1988; Herbert Boeckl, Galerie Welz, Salzburg 1998; Herbert Boeckl, Galerie Maier, Innsbuck 2006; Herbert Boeckl / Kurt Absolon, Galerie Maier, Innsbruck 2008

Provenienz: Privatbesitz, Wien (direkt beim Künstler erworben)



Lebenslauf

Herbert Boeckl, dessen Bewerbung um Aufnahme an der Akademie der bildenden Künste abgewiesen wurde, studierte ab 1912 an der Technischen Hochschule in Wien Architektur und war Privatschüler von Adolf Loos. Auf Empfehlung Egon Schieles erhielt Boeckl 1920 einen Förderungsvertrag mit dem Wiener Kunsthändler Gustav Nebehay. Berlin, 1921/22, Paris und die Begegnung mit Werken der Klassischen Moderne und Sizilien, 1924, waren die Stationen seiner impulsgebenden Auslandsaufenthalte. 1927 wurden Boeckls Arbeiten in der Wiener Secession in einer Einzelausstellung gezeigt. 1932 beteiligte sich der Künstler erstmals an der Biennale. Boeckl, der 1934 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet wurde, war von 1935 bis 1939 Professor an der Allgemeinen Malschule der Akademie der bildenden Künste, anschließend übernahm er den Abendakt. 1945/46 war Boeckl Rektor der Akademie. In den frühen 50er Jahren reiste der Künstler nach Spanien, später folgten unter anderem Reisen nach Griechenland und Ägypten. Von 1952 bis 1960 arbeitete Boeckl an der Ausmalung der Engelskapelle in Seckau. Boeckls Arbeiten wurden in zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Preise und Ehrungen dokumentieren die Anerkennung seines künstlerischen Schaffens. Von 1962 bis 1965 war Boeckl abermals Rektor an der Wiener Akademie. Boeckls frühe Arbeiten waren dem Expressionismus verpflichtet, bald aber entwickelte er eine aus der Farbe heraus gestaltete 'obsessive Körperhaftigkeit'. Der erzählerische Realismus der frühen 30er Jahre wurde vom Interesse an der Tektonik von Landschaft und Mensch abgelöst. Nach 1945 konstruierte er eine 'abstrahierende Essenz aus den Errungenschaften der Moderne'.