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Schauraum | Rudolf von Alt

Rudolf von Alt,

1812 Wien - 1905 Wien

Der Arkadenhof der Burg Petersberg in Friesach
Aquarell auf Papier
39,2 x 56,5 cm
halblinks unten signiert, bezeichnet und datiert: "R Alt. Friesach 30. Sept [18]88"

Literatur: W. Koschatzky, "Rudolf von Alt", Wien 2001, wahrscheinlich WVZ 88/04; Ausst.-Kat. "Von Menzel bis Beckmann. Kunst auf Papier", Kunsthandel Giese & Schweiger, Wien 2018, Kat.-Nr. 4

Provenienz: Privatbesitz, Wien



Lebenslauf

Rudolf von Alt, Sohn des Jakob und Bruder des Franz Alt, war zunächst Schüler seines Vaters. Ab 1826 studierte er an der Wiener Akademie. Die Zusammenarbeit mit dem Vater blieb weiter bestehen. So schufen sie im Auftrag des Erzherzogs Ferdinand zwischen 1833 und 1844 eine umfangreiche Serie von Guckkasten-Bildern. Gemeinsam unternahmen sie Studienwanderungen. Salzburg, Bayern, Tirol und Oberitalien waren die Stationen. 1833 lernte er Venedig kennen, 1835 Rom und Neapel. Bis ins hohe Alter absolvierte er ausgedehnte Arbeitsreisen. Alt erhielt viele offizielle Aufträge, die ihm zahlreiche Titel und Ehrungen einbrachten. So aquarellierte er für die Sammlung der Akademie bedeutende historische Bauwerke. Er war Gründungsmitglied des Wiener Künstlerhauses, ab 1874 dessen Präsident und später Ehrenpräsident der 1897 gegründeten Secession. Alts Oeuvre umfaßt etwa 5000 Werke, größtenteils Aquarelle, die topographisch genaue Ansichten zeigen. Seine Ölbilder entstanden zumeist während der Wintermonate im Atelier. Alt gilt wohl als der bedeutendste Aquarellist des 19. Jahrhunderts.



Die Schreckbrücke in Badgastein
Aquarell auf Papier auf Karton
47 x 34 cm
links unten signiert und datiert: "R. Alt [1]886"

Literatur: W. Koschatzky, „Rudolf von Alt“, Wien 2001, wahrscheinlich WVZ 86/07; Ausst.-Kat. "Von Menzel bis Beckmann. Kunst auf Papier", Kunsthandel Giese & Schweiger, Wien 2018, Kat.-Nr. 2

Provenienz: Jaroslav Preiss (1870-1946), Prag; Nationalgalerie, Prag (Inv.-Nr. Z4480); 2018 an die Erben nach Jaroslav Preiss restituiert