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Schauraum | Martin Johann Schmidt (gen. Kremser Schmidt)

Martin Johann Schmidt (gen. Kremser Schmidt),

1718 Grafenwörth b. Krems - 1801 Stein a.d. Donau

Ölstudie zum Tod der Lucretia
Öl auf Holz
27 x 20 cm

Literatur: zum Vergleich: R. Feuchtmüller, "Der Kremser Schmidt", Innsbruck 1989, S. 488, Nr. 723

Provenienz: Sammlung Uhlig, Wien: Privatbesitz, Österreich



Lebenslauf

Martin Johann Schmidt, Sohn des Bildhauers Johann Schmidt, lernte zunächst bei seinem Vater, dann bei Gottlieb Starmayr in Stein an der Donau. Überdies studierte er die Gemälde und Stiche in diversen Sammlungen, in Dürnstein, Göttweig und Wien. 1740 arbeitete er gemeinsam mit Starmayr an der Ausmalung des Ratssaales in Retz. Wanderjahre und eine italienische Reise um die Mitte der 40er Jahre sind wahrscheinlich. Um 1750 begann seine umfangreiche Tätigkeit als Altarbildmaler. Fast alle österreichischen Benediktinerabteien zählten zu seinen Auftraggebern, darüber hinaus Zisterzienserklöster und Augustinerchorherrenstifte, schließlich eine große Anzahl von Pfarren. Bei den weltlichen Auftraggebern nahm Kaiserin Maria Theresia die Spitze ein. 1768 wurde Martin Johann Schmidt Mitglied der k.k.Akademie der bildenden Künste in Wien. Aus Kreisen des Bürgertums erhielt er vor allem Bildnisaufträge, aber auch Aufträge für Darstellungen antiker Themen, galanter Szenerien und volkstümlicher Typen. Bald wurden ihm eine Reihe bürgerlicher Ehren zuteil: 1758 "Himmelführer", 1760 "Äußerer Rat" und Kommissär in Steuerkontributionssachen, 1767 "Innerer Rat", 1779 Kommissär für die Gestaltung des Steiner Rathauses, und anderes mehr. Schmidt schuf eine große Zahl bedeutender Altar-und Andachtsbilder, überdies auch Fresken, Historienbilder, Bildnisse, auch beschäftigte er sich mit der Druckgraphik.



"Der Tod der Lucretia"
Öl auf Leinwand
86 x 67 cm

Literatur: zum Vergleich: R. Feuchtmüller, "Der Kremser Schmidt", Innsbruck 1989, S. 488, Nr. 723

Provenienz: Sammlung Uhlig, Wien: Privatbesitz, Österreich