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Schauraum | Felician Myrbach (von Rheinfeld)

Felician Myrbach (von Rheinfeld),

1853 Zaleszczyki - 1940 Klagenfurt

Der Knopfverkäufer, um 1895
Öl auf Holz
40 x 31,5 cm
rückseitig zweimal bezeichnet: "F. v. Myrbach" sowie altes Siegel des Hauptzollamtes Wien


Lebenslauf

Myrbach war Offizier, studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und unterrichtete unter anderem als Zeichenlehrer an der Wiener Infanteriekadettenschule. Von 1881 bis 1897 lebte er vorwiegend in Paris, wo er als Buchillustrator - unter anderem für Werke Alphonse Daudets und Victor Hugos reüssierte. Ab 1897 lehrte er als Professor für Illustration an der Wiener Kunstgewerbeschule, von 1899 bis 1905 wirkte er als deren Direktor. Myrbach, obwohl stilistisch eher dem Realismus zugeneigt, zählte 1897 zu den Gründungsmitgliedern der Wiener Secession. 1902 gestaltete er Mosaiken für die Beethovenausstellung , 1903 fungierte er als Präsident der Secession. In enger persönlicher Verbindung mit der Avantgarde öffnete Myrbach schon ab 1897 die Kunstgewerbeschule der Wiener Moderne und gewann Josef Hoffmann, Alfred Roller, Kolo Moser, Rudolf von Larisch, Carl Otto Czeschka und Franz Cizek als Lehrer. 1905 verließ er gemeinsam mit der Klimt-Gruppe die Secession und ließ sich als Direktor der Kunstgewerbeschule pensionieren. In der Folge lebte Myrbach zwischen 1905 und 1938 lange Zeit in Spanien und Frankreich (Paris).