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Showroom | Otto Von Thoren

Otto Von Thoren,

1828 Wien - 1889 Paris

Bathing at Trouville ("Das Seebad von Trouville")
Oil on Canvas
65,5 x 79,5 cm
signed and dated lower right: "O. v. Thoren 1876"

Literature: C. von Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Osterreich, vol. 24, p. 263; F. von Boetticher, Malerwerke des Neunzehnten Jahrhunderts, Leipzig, 1876, vol. II, p. 887, no. 30; H. Fuchs, Die Österreichischen Maler des Neunzehnten Jahrhunderts, Vienna, 1974, vol. IV, p. 237, with ill.

Exhibitions: Künstlerhaus, Vienna, Annual Exhibition [Jahresausstellung], 1876

Provenance: Private Collection, Vienna; Sotheby's, New York, Mai 23rd, 1985, lot no. 232; Private Collection, Dallas/USA



Biography

Otto von Thoren (Karl Kasimir Otto Ritter von Thoren) setzte sich schon 1846, dem Jahr seiner Ernennung zum Offizier, autodidaktisch intensiv mit Malerei auseinander. 1848 nahm er am ungarischen sowie anschließend am oberitalienischen Feldzug teil. Danach lebte er einige Jahre in Venedig, wo er 1856 Adjudant des Feldmarschall-Leutnants Grafen Gorgowsky wurde. Ab 1857 widmete er sich ausschließlich der Malerei. Paris und Brüssel waren erste und bedeutende Stationen für seine künstlerischen Studien, in Amsterdam besuchte er schließlich die Akademie. Bis Mitte der 1860er Jahre lebte er in Paris, von wo aus er häufig Studienreisen in das ungarische Szolnok unternahm. In relativ kurzer Zeit gelang es ihm, sich besonders als Tiermaler einen Namen zu machen, er feierte aber auch als Landschafts- und Bildnismaler Erfolge. Seine feine Naturbeobachtung und eine impressionistisch anmutende Bildgestaltung sind charakteristisch. In der Folge übersiedelte er für einige Jahre nach Wien, wo er (Mitte der 1860er) Jahre ein Reiterbildnis von Kaiser Franz Joseph ausführte. Das Bild wurde ein Erfolg, in Paris ausgestellt und später Napoleon III. zum Geschenk gemacht. Otto von Thoren bestückte regelmäßig Ausstellungen in Paris, Antwerpen, Wien und Gent. In den 1870er Jahren kehrte er wieder nach Paris zurück und unternahm zahlreich Reisen nach Italien und innerhalb Frankreichs. Otto von Thoren war ab 1861 Mitglied des Wiener Künstlerhauses, ab 1863 Mitglied der Akademie in Amsterdam, ab 1868 Mitglied der Wiener Akademie, ab 1879 Mitglied der Akademie in Petersburg. Bei der Internationalen Kunstausstellung in München erhielt er 1869 die Goldene Medaille, in Wien wurde er 1882 auf der Internationalen Kunstausstellung mit der Goldenen Staatsmedaille ausgezeichnet. Werke des Künstlers finden sich u.a. in folgenden Museen: Österr. Galerie Belvedere, Wien; Leopold Museum, Wien; Steiermärkische Landesgalerie Joanneum, Graz; zu Lebzeiten des Künstlers haben folgende internationale Museen Werke angekauft: Museum Brooklyn, New York; Stadtmuseum Danzig; Museum Gent; Museum Leipzig; Luxemburg-Museum, Paris; Corcoran Gallery, Washington