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Showroom | Felix Albrecht Harta

Felix Albrecht Harta,

1884 Budapest - 1967 Salzburg

At the Beach
Oil on board
27 x 34,5 cm
signed and dated lower right. "F. A. HARTA 1909"

Literature: to compare: E. K. Baumgartner, "Felix Albrecht Harta (1884–1967)", Diss. Universität Salzburg, 1991, WVZ-Nr. 145

Provenance: Private collection



Biography

Felix Albrecht Harta studierte zunächst Architektur an der Technischen Hochschule in Wien, entschloß sich aber dann doch für die Malerei und besuchte die Münchner Akademie. Hugo von Habermann war hier sein erster Lehrer. 1908 übersiedelte er nach Paris, wo er sich an der Academie Vitty weiterbildete. Sowohl mit Schiele als auch mit Kokoschka befreundet, war er für die Mitglieder der währenddessen in Wien 1909 gegründeten avantgardistischen Neukunstgruppe künstlerisches Vorbild. In den Jahren von 1909 bis 1913 bereiste Harta Spanien, Italien, Belgien und zuletzt wieder Frankreich. Die Bilder der großen Meister in den Museen beeindruckten den jungen Künstler, im Pariser Louvre galt seine Aufmerksamkeit vor allem Tizian und Tintoretto, im Luxembourg Ingres und Manet. Im Prado wurden ihm insbesondere Velasquez, El Greco und Goya zum Erlebnis. Bereits 1908 beteiligte sich Harta an Ausstellungen in Wien und Paris (Salon dAutomne), 1911 zeigte die Wiener Secession seine erste Kollektivausstellung. Der Künstler lebte bis 1916 in Wien, dann bis 1923 in Salzburg, wo er 1919 Mitbegründer und Präsident der Vereinigung "Der Wassermann" wurde, der (u.a.) Alfred Kubin, Anton Faistauer und Max Reinhardt angehörten (und der auch Stefan Zweig nahe stand). In der Folge war Harta auch an der Gründung der Salzburger Festspiele mit beteiligt. Wieder in Wien trat Harta dem Hagenbund bei, 1934 erhielt er den Professorentitel. Bei einer Brandlegung in der "Neuen Galerie" in Salzburg 1938 wurden viele seiner Arbeiten vernichtet und er emigrierte 1939 nach England, wo er in Cambridge am College unterrichtete. Elf Jahre später kehrte er nach Österreich zurück. In Hartas Frühwerk spielt der dekorative Stil der Secession noch eine gewisse Rolle, bald aber findet er zu einer expressiven, bewegten Bildsprache. Seine Themen sind die Landschaft, das Porträt, das Stilleben, auch religiöse Sujets sind in seinem Schaffen wichtig. Das Einbeziehen konstruktiver Elemente erwirkt eine Beruhigung in Form und Kolorit. Harta beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen der Wiener Secession, des Hagenbundes und der Kunstschau.